Philipp Fuchs setzt sich in seiner fotografischen Arbeit intensiv mit dem urbanen Raum auseinander, erkundet ihn als genauer Beobachter und Flaneur. Der Fokus liegt dabei auf der gestalteten Umwelt, nicht auf dem Menschen als Individuum oder der Natur. Mit seiner Leica Monochrom hält er dichte, oft abstrakte und emotional unmittelbare Eindrücke fest. Die Konzentration auf schwarz-weiss ist ideal, um Formen und Strukturen, Materialien, vielschichtige Vexierbilder (Spiegelungen) und ungewöhnliche Bildkompositionen zu realisieren. Philipp Fuchs Fotografien stellen eher Fragen, als dass sie Antworten geben und Gewissheiten zementieren. Wie nehmen wir unsere Umgebung wahr? Was macht einen Ort, ein Gebäude aus? Was sehen wir? Er lässt uns tiefer in das Wesen der Städte und urbanen Orte eintauchen. Die Fotografien vermitteln, wie der Mensch seine Umgebung prägt, bewusst oder unbewusst – ohne, dass der Mensch selbst in Erscheinung tritt. In seinen Bildern entwirft Fuchs vielschichtige Wahrnehmungs- und Reflexionsebenen, die sich zur intensiveren Betrachtung eignen.

 

 «Anders als jede andere visuelle Darstellung ist die Fotografie nicht Wiedergabe, Imitation oder Interpretation ihres Sujets, sondern wirklich dessen Spur.» John Berger, Zitat aus: Der Augenblick der Fotografie, Kapitel Erscheinungen.